Doppelt dämmt besser

Dämmung auf die Dämmung: Wer sein Eigenheim aus den 70er oder 80er Jahren auf den heutigen Stand der Technik bringen will (oder muss), braucht keine alten Platten mehr abzureißen. Neue Systeme werden einfach auf die alte Fassade montiert – das geht schnell, Bauschutt fällt auch nicht an und doppelt dämmt besser. Danach sieht die Fassade aus wie gewünscht: Farbig oder strahlend weiß, verputz oder in Klinker-Optik.

1976 kamen auf die Häuser durchschnittlich fünf Zentimeter Dämmstoff. Jetzt sind mehr als zehn Zentimeter üblich und heutige Platten dämmen besser. Ohnehin lohnt sich das Dämmen immer mehr – ein Blick auf die Heizkostenrechnung genügt.

Altdämmung als Untergrund


Gedämmte Fassaden, die älter als 20 Jahre sind, entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik, obwohl sie in vielen Fällen noch intakt sind. Das gilt auch für Gebäude, die optisch gelitten haben: Veralgte oder verschmutzte Außenwände sehen zwar hässlich aus, sind aber bautechnisch im Regelfall unproblematisch. Das heißt: Die Alt-Dämmung funktioniert als Untergrund für eine Zusatz-Dämmung. Bislang war der arbeits- und entsorgungsintensive Abriss notwendig. Das neue „Aufdoppelungs-Verfahren“ integriert die vorhandene Dämmung. Für dieses Verfahren erhielt der baden-württembergische Hersteller Sto als erster die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung.

Geringe Mehrkosten

Dämmung auf Dämmung lohnt sich vor allem, wenn eine Fassadenrenovierung ohnehin fällig ist. Die Mehrkosten sind dann gering, da Gerüstkosten und neuer Putz ohnehin anfallen. Nur Materialkosten (Dämmplatten, Fensterbänke) und die Arbeitszeit kommen hinzu – und das amortisiert sich über geringere Heizkosten in wenigen Jahren.

Die Montage läuft wie bei konventionellen Fassaden-Dämmsystemen. Das heißt aber auch, selbst versierte Heimwerker sollten auf die Hilfe von Profihandwerkern setzen, denn gerade an den Details sind besondere Kenntnisse erforderlich. Außerdem gibt es nur beim Fachmann eine Gewährleistung.

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